Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum wird am Sonntag auf Einladung von US-Präsident Donald Trump gemeinsam mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney am Finale der Fussball-Weltmeisterschaft in New Jersey teilnehmen. Dies teilte Sheinbaum am Freitag auf der Plattform X mit. Sie halte es für politisch wichtig, dass die drei Gastgeberländer der WM vertreten seien. «Dies ist auch ein Zeichen für unsere enge Abstimmung und Zusammenarbeit mit der US-Regierung», sagte Sheinbaum.
Der Besuch von Sheinbaum und Carney bei dem Sportereignis fällt in eine Phase angespannter Handelsverhandlungen. Mexiko und Kanada bemühen sich, Trump von einer Verlängerung des trilateralen nordamerikanischen Handelsabkommens zu überzeugen.
Sheinbaum hatte erklärt, sie werde aus Solidarität mit den mexikanischen Bürgern, die sich die teuren Eintrittskarten nicht leisten könnten, keinem WM-Spiel beiwohnen. Die Ticketpreise für das Endspiel zwischen Argentinien und Spanien erreichen mehr als 10'000 Dollar.
Das Verhältnis zwischen Sheinbaum und Trump gilt als höflich, wenn auch angespannt. Die Beziehungen zwischen den USA und Kanada sind dagegen wechselhafter, wobei sich Carney und Trump regelmässig Wortgefechte liefern und mit Zöllen drohen. Am Dienstag kommen die Handelsunterhändler der USA und Mexikos in Mexiko-Stadt zu einer dritten Gesprächsrunde zusammen, um das Abkommen zu überarbeiten. Zu den wichtigsten Themen gehören Stahl, die Automobilindustrie, die Landwirtschaft und elektronische Zahlungssysteme.
(Reuters)

