Die Titel des Solarmodulherstellers sacken bis um 09.30 Uhr um deutliche 8,5 Prozent auf 0,55 Franken ab. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI steht derweil mit plus 0,06 Prozent etwas höher.

Meyer Burger hat seine Guidance für 2023 kassiert. Nachdem das Betriebsergebnis im ersten Semester auf rund -42 Millionen Franken zurückgefallen ist, verzichtet das Unternehmen nun auf die Nennung einer Prognose. Bis dato wurde für 2023 ein positives operatives Ergebnis in Aussicht gestellt. Ein Grund dafür sind sinkende Preise für Solarzellen, die unter einem Überangebot aus China leiden.

Für den ZKB-Analysten Richard Frei stellt sich daher die Frage nach der Preissetzungsmacht von Meyer Burger im Premium-Segment. Und Bosco Ojeda von der UBS weist darauf hin, dass es nicht das erste Mal ist, dass Meyer Burger die Guidance nicht liefern konnte. Die letzten Gewinnwarnungen hätten aber im Zusammenhang mit Produktionsverzögerungen gestanden, räumt er ein.

Die gleichzeitig von Meyer Burger angekündigte Zellproduktion in den USA erachte ZKB-Experte Frei als "sinnvoll". So könne etwa die Logistik vereinfacht werden. Denn Meyer Burger baut derzeit in den USA auch ein Solarmodulwerk auf. Emrah Basic von Helvea Baader spricht gar von einem "sehr positiven" Schritt. Gerade das Darlehen des Departments of Energy (DoE) belege, wie gut die Produkte der Berner seien. Immerhin sei auch Tesla ein DoE-Darlehensnehmer gewesen.

ra/tv