Der Gesundheitsminister der jemenitischen Regierung, Kasim Bahibah, teilte auf X mit, die Huthi-Miliz habe Wohngebiete und Lager für Binnenvertriebene in Marib angegriffen. Mindestens zwei Zivilisten seien getötet worden, 14 weitere Menschen verletzt.
Aus Militärkreisen hiess es, dass bei einem Angriff auf Stellungen regierungstreuer Truppen in der Provinz Marib zwei Militärangehörige getötet und drei weitere verletzt wurden.
Der regierungsnahe Fernsehsender Saba TV berichtete, die Luftabwehr habe mehrere mit Sprengstoff beladene Drohnen über Marib abgefangen. Zugleich habe die Huthi-Miliz die Stadt mit Raketen und Drohnen beschossen. Die Huthi äusserten sich zunächst nicht zu den Angriffen.
Bereits am Donnerstag hatte die Miliz nach eigenen Angaben Militärlager der Regierung in den Provinzen Marib und Hadramaut angegriffen. Militärsprecher Jahja Sari kündigte weitere Angriffe an.
Die ölreiche Provinzen sind in dem seit mehr als zehn Jahren andauernden Bürgerkrieg besonders umkämpft. Die offiziell anerkannte Regierung im Jemen wird von Saudi-Arabien unterstützt. Im Bürgerkrieg herrschte seit 2022 eine inoffizielle Waffenruhe.
Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi war vor einigen Wochen mit Luftangriffen in der von der Miliz kontrollierten Hauptstadt Sanaa erneut eskaliert. Die Huthi hatten jüngst auch mehrere saudi-arabische Schiffe angegriffen oder zu Kurswechseln gezwungen./arj/DP/nas
(AWP)
