Der Reingewinn der Gruppe belief sich 2025 auf 22,6 Millionen Franken. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr, wie Mirabaud am Freitag anhand ungeprüfter Ergebnisse mitteilte. 2024 hatten die Einstellung des Brokerage-Geschäfts und die sinkenden Zinssätze für einen Gewinneinbruch um rund ein Drittel gesorgt.
Rückläufige Erträge
Auch im Jahr 2025 hinterliessen die tiefen Zinsen ihre Spuren: Der Nettozinsertrag schrumpfte um gut 40 Prozent auf 28,9 Millionen Franken. Aber auch die Kommissionserträge bildeten sich mit einem Minus von 8 Prozent auf 183,2 Millionen Franken zurück, während die Einnahmen aus dem Handelsgeschäft um ein Viertel auf 29,0 Millionen.
Insgesamt gingen die Erträge damit um fast 10 Prozent auf 254,7 Millionen Franken zurück. Auf der anderen Seite konnte der Betriebsaufwand um 12 Prozent auf 218,4 Millionen gesenkt werden. Hierfür verantwortlich waren die Schliessung von Mirabaud Securities und Effizienzmassnahmen.
Die von der Gruppe verwalteten Vermögen sanken auf insgesamt 31,7 Milliarden Franken nach 32,3 Milliarden per Ende 2024. Der Rückgang habe nicht zuletzt die strategische Entscheidung widergespiegelt, sich im Private-Banking-Geschäft wieder auf die wichtigsten Märkte zu konzentrieren, sagte die geschäftsführende Teilhaberin Camille Vial im Gespräch mit der AWP. Namentlich seien dies die Schweiz, Europa, den Nahen Osten und Lateinamerika.
Keine grösseren Geldflüsse in Nahost
Für das laufende Jahr verzeichne Mirabaud eine rege Geschäftstätigkeit vor allem in Europa, erklärte Vial. Dazu kommen ein positiver Nettoneugeldzufluss bei den Privatkunden wie auch bei den unabhängigen Vermögensberatern. Bei den institutionellen Kunden sehe man derweil «solide» Zeichnungen für die wichtigsten Produkte, insbesondere im Bereich von schweizerischen und europäischen Small- und Mid-Cap-Titeln.
Grössere Bewegungen bei den Geldflüssen wegen dem Iran-Krieg habe Mirabaud noch nicht beobachtet, sagte Vial. Für die Privatbank liege die Priorität derzeit in der Sicherheit der Mitarbeitenden, aber auch in der Kontinuität der Dienstleistungen. «Unser Büro in Dubai ist weiterhin voll funktionsfähig, wobei die Teams gemäss den lokalen Empfehlungen sowohl vor Ort als auch im Homeoffice tätig sind.»
Die Vereinigten Arabischen Emirate blieben derweil für Mirabaud ein strategischer Knotenpunkt zwischen dem Nahen Osten und Europa, betonte die Mirabaud-Chefin.
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(AWP)
