Der US-Pharmakonzern Moderna hat im zweiten Quartal dank seiner Impfstoff-Partnerschaft mit der britischen Regierung die Umsatzerwartungen übertroffen. Die Einnahmen stiegen im abgelaufenen Jahresviertel um gut zwei Prozent auf 145 Millionen Dollar. Analysten hatten laut LSEG-Daten im Schnitt lediglich mit 103 Millionen Dollar gerechnet. Der Quartalsverlust verringerte sich um fünf Prozent auf 1,97 Dollar pro Aktie und lag damit ebenfalls besser als die erwarteten 2,08 Dollar Verlust je Aktie. Das Unternehmen bekräftigte seine Prognose für das Gesamtjahr und rechnet weiter mit einem Umsatzwachstum von bis zu zehn Prozent.
Dennoch gab die Aktie im vorbörslichen Handel am Freitag um fünf Prozent nach, da ein experimenteller Norovirus-Impfstoff in einer Zwischenanalyse die für einen frühen Erfolg erforderlichen statistischen Kriterien verfehlte. Das heisst nicht unbedingt, dass der Impfstoff gescheitert ist, aber die Ergebnisse waren schlechter als erhofft. Moderna setzt auch auf die bevorstehende Entscheidung der US-Gesundheitsbehörde FDA über die Zulassung seines Grippe-Impfstoffs, die bis zum 5. August erwartet wird. Der Konzern will mit dem Grippe-Mittel und einem künftigen Kombinationsimpfstoff gegen Covid-19 und Grippe die rückläufigen Verkäufe seiner Corona-Vakzine aus der Pandemiezeit ausgleichen.
(Reuters)

