Am Aktienmarkt kamen die Neuigkeiten gut an. Die Papiere von Moller-Maersk sprangen im frühen Dienstaghandel in Kopenhagen um fünf Prozent nach oben.

So soll der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen nun acht bis zehn Milliarden US-Dollar betragen, wie das Unternehmen am Montagabend mitteilte. Zuvor war Maersk von 4,5 bis 7 Milliarden Dollar (3,9 bis 6,1 Mrd Euro) ausgegangen. Analysten hatten bislang etwas mehr als das obere Ende dieser Spanne auf ihren Zetteln. Beim Volumenwachstum des weltweiten Containermarktes erwarten die Dänen 2026 nun 4 Prozent statt bisher 2 bis 4 Prozent.

Reedereien profitieren von einem Anstieg der Spot-Containerraten, da Frachteigentümer etwa wegen der Spannungen im Nahen Osten und der Unsicherheit bezüglich der US-Zölle versuchen, frühzeitig Plätze für ihre Ladungen zu buchen. Das Seefrachtvolumen zieht in der Regel im Juli und August an, da Einzelhändler ihre Lagerbestände vor Schulbeginn und dem Weihnachtsgeschäft aufstocken.

Die verbesserten Aussichten des Containerriesen stehen im Einklang mit jüngsten Äusserungen von Unternehmenschef Vincent Clerc. Der Manager sagte in einem Gespräch mit Bloomberg News vergangene Woche, dass sich die Geschäfte in der gesamten ersten Jahreshälfte trotz des Krieges und der Turbulenzen auf den Energiemärkten stark entwickelt hätten. Dieser Trend dürfte sich auch im weiteren Verlauf des Jahres fortsetzen.

Das Unternehmen will am 13. August seine Zahlen zum zweiten Quartal veröffentlichen./mne/he/nas/stk

(AWP)