----------

AKTIEN

----------

DEUTSCHLAND: - VERLUSTE - Konjunktursorgen dürften auch am Montag auf dem deutschen Aktienmarkt lasten. Der Broker IG taxiert den Dax zwei Stunden vor dem Xetra-Start 0,41 Prozent tiefer auf 15 767 Punkte. In den vergangenen Tagen verschärfte sich in China die Krise des Immobilienentwicklers Country Garden weiter. Er steht sinnbildlich für die andauernde Krise des chinesischen Immobilienmarktes, dessen Boom über viele Jahre hinweg für eine rege Nachfrage bei zahlreichen Bau-, Metall- und Chemieunternehmen gesorgt hatte. Das hat sich mittlerweile umgekehrt. Hinzu kommt aktuell die Unsicherheit, ob die US-Notenbank Fed den Leitzins noch weiter anheben wird im Kampf gegen die hohe Inflation. Zunächst hätte es am Freitag ausgesehen, als hätte der Dax das Zeug für einen neuen Aufwärtsschwung, doch der Wochenschluss habe dieser Hoffnung zunächst einen Dämpfer beschert, erklärt der technische Analyst Christoph Geyer. Allerdings seien die Handelsumsätze am Freitag sehr niedrig geblieben, weshalb nicht von echtem Verkaufsdruck gesprochen werden könne. Da es gleichzeitig aber auch an entscheidenden Kaufsignalen mangele, dürfte der Fokus auch in der neuen Woche auf dem Halten der Unterstützungszonen liegen.

USA: - UNEINHEITLICH - Der Dow Jones Industrial ist am Freitag etwas weiter vorangekommen und hat damit auch auf Wochensicht zugelegt. Die zinssensiblen Technologiewerte aber bekamen den deutlichen Anstieg der Renditen am Anleihenmarkt zu spüren, nachdem frische Preisdaten Zinssorgen geschürt hatten. Technologieaktien leiden darunter, dass bei steigenden Zinsen die künftigen Unternehmensgewinne aus aktueller Sicht weniger wert sind. Der Dow legte um 0,30 Prozent auf 35 281,40 Punkte zu. Die Wochenbilanz ergibt ein Plus von 0,62 Prozent. Der marktbreite S&P 500 fiel am Freitag um 0,11 Prozent auf 4464,05 Zähler. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,67 Prozent auf 15 028,07 Punkte nach unten.

ASIEN: - VERLUSTE - Konjunktursorgen im Sog der immer deutlicher werdenen schweren Krise des chinesischen Immobilienmarktes haben die Börsen Asiens am Montag belastet. In China ging es für den CSI 300 , der die Aktienkurse der grössten Unternehmen an den Börsen Shanghai und Shenzen abbildet, zuletzt um 1,4 Prozent nach unten. Der Hang-Seng-Index der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong sank um 2,4 Prozent. Der japanische Nikkei 225 knickte zuletzt um 1,3 Prozent ein.

DAX              		15832,17		-1,03%
XDAX            		15847,23		-0,59%
EuroSTOXX 50		     4321,33		-1,43%
Stoxx50        		     3973,51		-1,00%

DJIA             		35281,40		 0,30%
S&P 500        		     4464,05		-0,11%
NASDAQ 100  		    15028,07		-0,67%

----------

ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

----------

RENTEN:

Bund-Future              131,31         -0,05%

DEVISEN:

Euro/USD       		     1,0936		    -0,10%
USD/Yen             	 144,94		    -0,01%
Euro/Yen       		     158,51		    -0,09%

ROHÖL:

Brent                     85,97         -0,84 USD
WTI                       82,35         -0,84 USD

----------

PRESSESCHAU

----------

bis 6.30 Uhr:

- Deutschlands Bahnhöfe werden immer mehr zu Brennpunkten der Gewalt, Bild

- Der Linke-Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann hält seine Partei nur für zukunftsfähig, wenn Sahra Wagenknecht eingebunden werde, Welt

- CDU-Aussenexperte Norbert Röttgen hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wegen seiner zögerlichen Haltung in der Debatte um die Lieferung von Marschflugkörpern an die Ukraine scharf kritisiert, Gespräch, Bild

- Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) will für den Bürokratie-Abbau auf sogenannte Praxis-Checks als neue Methode setzen, Gespräch, Rheinische Post

- Der Apple-Zulieferer Foxconn stösst bei seinen Diversifikationsplänen weg von China an seine Grenzen, FT

- Der chinesische Immobilienentwickler Country Garden hat den Handel von mindestens zehn seiner auf dem heimischen Markt ausstehenden Anleihen auf unbestimmte Zeit gestoppt, FT

- Die Finanzaufsicht Bafin hat bei einer Sonderprüfung gewichtige Mängel bei der Deutsche Wertpapier Service Bank (DWP) festgestellt, die den deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken gehört, HB

bis 20.30 Uhr:

- "Wir wollen der grösste Partner der DFL bleiben", Gespräch mit Sportchef Charly Claasen, FAZ

- Wie der Firmenerbe die Schörghuber-Gruppe umbaut, Gespräch mit Firmenchefs Florian Schörghuber und Nico Nusmeier, HB

- "Wir sind die Erfinder des Seniorenhandys", Gespräch mit Emporia-Chefin Eveline Pupeter, FAZ

- Die Hersteller von Gebäudedämmstoffen würden die Marktmacht ausnutzen, die ihnen politische Vorgaben ermöglichen, sagen Kritiker. Verbandschef Peter Hinrichs hält mit Rechenbeispielen dagegen, Gespräch, HB

- Taschengeld für Asylbewerber: Länder testen Alternativen zu Bargeld, Neue Osnabrücker Zeitung

- Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hält die von SPD und Grünen geforderte Umwidmung der Mittel aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) für nicht rechtmässig, Gespräch, HB

- "Bei Elon Musk haben wir es mit einem Troll zu tun", Gespräch mit Imran Ahmed, Gründer der Organisation Center for Countering Digital Hate, FAZ

/mis