«Wenn Machthabende rücksichtslos über das internationale Recht hinweggehen, wenn sie sich aussuchen, welche Regeln sie befolgen wollen und welche nicht - dann untergraben sie nicht nur die globale Weltordnung, sondern schaffen auch einen gefährlichen Präzedenzfall», sagte der UN-Chef weiter.

Bereits am Vortag hatte die frühere Bundesaussenministerin und jetzige Präsidentin der UN-Vollversammlung Annalena Baerbock gewarnt, dass es «zunehmend eindeutig» sei, «dass wir nicht mehr alle aus dem gleichen Gesangsbuch singen, dass nicht alle gleichermassen hinter der Charta und dem Völkerrecht stehen». So könne aber «kein Land in Frieden schlafen».

US-Präsident Trump hatte vor kurzem in einem Interview gesagt, er «brauche kein internationales Recht», sondern sei nur seinem «eigenen Sinn für Moral» und «seinem eigenen Verstand» verpflichtet. Auf Nachhaken der Journalisten sagte Trump dann zwar auch, dass die US-Regierung sich an internationales Recht halten müsse. Aber: «Es hängt davon ab, was die Definition von internationalem Recht ist», schränkte er ein./cah/DP/nas

(AWP)