Rutte erläuterte, dass die Verbündeten das Geschehen auch ohne direkte Beteiligung an den Militäroperationen durch Logistik und Zugang unterstützen könnten. Entsprechende Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in diese Richtung halte er für ausserordentlich wichtig.

Rutte: Iran seit Jahren reale Bedrohung

Rutte machte zudem klar, dass er die Angriffe auf den Iran uneingeschränkt gutheisst. «Ich halte es für sehr wichtig, was die USA hier gemeinsam mit Israel tun», sagte er und verwies auf die Militärschläge gegen das iranische Atom- und Raketenprogramm sowie die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei. Es sei wirklich entscheidend, dass der amerikanische Präsident Donald Trump diese Entscheidung getroffen habe.

Der Iran sei seit Jahren eine reale Bedrohung - auch für Deutschland. Wenn das Land in Besitz nuklearer und ballistischer Fähigkeiten käme, wäre das eine noch grössere Bedrohung. «Es wäre ein Würgegriff um Israel. Es könnte potenziell die Niederlage Israels bedeuten», fügte der frühere niederländische Regierungschef hinzu.

Zur Frage nach einer möglichen Bündnisbeteiligung an dem Krieg sagte Rutte, es gebe absolut niemanden, der glaube, dass die Nato daran beteiligt werde. «Das ist Iran, das ist der Golf, das ist ausserhalb des Nato-Gebiets», erklärte er mit Blick auf den Geltungsbereich der Beistandsklausel des Bündnisses./aha/DP/nas

(AWP)