Irans Raketenangriff auf Diego Garcia als Warnung
Der Iran hatte nach Angaben des Staatsfernsehens am Samstag zwei ballistische Raketen auf einen von Grossbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert. Der Stützpunkt liegt etwa 4.000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste.
«Sie haben jetzt die Kapazität, tief nach Europa vorzudringen», sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. Der Iran habe schon europäische Länder wie Zypern angegriffen. Mit der Blockade der für den Welthandel wichtigen Strasse von Hormus versuche Teheran zudem, «die gesamte Welt zu erpressen».
Aufruf Netanjahus an andere Länder
Netanjahu fragte: «Welchen weiteren Beweis brauchen Sie noch, dass dieses Regime, das die ganze Welt bedroht, gestoppt werden muss?» Es sei an der Zeit, «dass die Staats- und Regierungschefs der übrigen Länder sich anschliessen», sagte Netanjahu, ohne dabei konkrete Staaten zu nennen. Einige bewegten sich bereits in diese Richtung, «aber es ist mehr nötig». Es gehe um die «Sicherheit der ganzen Welt», sagte der Regierungschef.
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hatte vor knapp einer Woche eine deutsche militärische Beteiligung am Schutz von Öltankern in der Strasse von Hormus abgelehnt und den Kurs von US-Präsident Donald Trump kritisiert. Die Nato sei ein Verteidigungs- und kein Interventionsbündnis, sagte Merz in Berlin. Die USA und Israel hatten am 28. Februar Angriffe gegen den Iran begonnen. Teheran reagierte mit massiven Raketenangriffen auf Israel und andere Länder in der Region.
(AWP)
