Netanjahu spricht von «enormen Erfolgen» im Iran-Krieg
Im Krieg mit dem Iran habe der Staat Israel «enorme Erfolge erzielt - Erfolge, die bis vor kurzem völlig unrealistisch schienen», sagte Netanjahu. «Der Iran ist schwächer als je zuvor, Israel ist stärker als je zuvor.»
Bereitschaft zur Wiederaufnahme der Kämpfe
Gleichzeitig sagte der Premier, Israel habe «noch Ziele zu erreichen, und wir werden dies tun». Dies könne entweder durch eine Einigung oder eine Wiederaufnahme der Kämpfe geschehen. «Wir sind bereit, jederzeit die Kämpfe wieder aufzunehmen.», sagte der Regierungschef. Man habe weiter den «Finger am Abzug».
Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sei in Abstimmung mit Israel erzielt worden. «Nein, sie haben uns nicht im letzten Moment überrascht», sagte Netanjahu, offenbar als Reaktion auf Kritik an seinem Vorgehen im Krieg. Kritiker hatten ihm vorgeworfen, keines der Ziele Israels in dem fast sechswöchigen Krieg erreicht zu haben.
Raketenherstellungsfähigkeit angeblich zerstört
Netanjahu sagte dagegen, die Fähigkeit des Irans zur Herstellung neuer Raketen sei zerstört worden. Die verbliebenen Vorräte gingen ebenfalls langsam zur Neige. Auch das iranische Atomprogramm sei schwer beschädigt worden. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Die mehr als 400 Kilogramm an hoch angereichertem Uran, die noch im Iran verblieben, würde noch vollständig aus dem Land entfernt, kündigte Netanjahu an. Dies könne im Rahmen einer Einigung oder einer Wiederaufnahme des Kriegs geschehen. Bei dem Thema sei man sich mit den USA einig.
Netanjahu: Iran «um Jahre zurückgeworfen»
Ohne die Kriege gegen den Iran in diesem und im vergangenen Jahr «hätte der Iran längst über Atomwaffen verfügt und Tausende Raketen, um Israel zu zerstören und die Existenz von uns allen zu bedrohen», sagte Netanjahu ferner. Man habe den iranischen Machtapparat «um Jahre zurückgeworfen». Israel schliesse ausserdem Bündnisse mit neuen Ländern in der Region.
Er habe darauf bestanden, dass die Waffenruhe der USA mit dem Iran nicht die mit Teheran verbündete libanesische Miliz einschliesse, bekräftigte der Ministerpräsident. Man habe der Hisbollah heute den schwersten Schlag seit den Pager-Explosionen 2024 versetzt./le/DP/he
(AWP)
