Fast zehn Wochen nach der Parlamentswahl hatte die Sozialdemokratin Frederiksen am Montag schliesslich erklärt, eine Minderheitsregierung mit der sozialistischen Volkspartei, der sozialliberalen Partei Radikale Venstre und der Mitte-Partei Moderaterne bilden zu wollen. Die linke Partei Enhedslisten und die Umweltpartei Alternativet dienen der Regierung als Mehrheitsbeschaffer. Eine Minderheitsregierung ist in Dänemark normal - sie darf nur keine Mehrheit gegen sich haben. Am Dienstag stellte die Koalition ihr Programm vor.

Geschenke für alle: Dänemarks Regierung startet mit Wohlfühl-Kurs

Im Gepäck hatten Frederiksen und Co. zahlreiche Versprechen an die Dänen: kostenlose Zahnarztbesuche, keine Mehrwertsteuer mehr auf Obst und Gemüse, freie Fahrt für Jugendliche bis 22 Jahren in öffentlichen Verkehrsmitteln, Steuersenkungen für Top-Verdiener und Unternehmen, mehr Geld für die ärmsten Rentner und unter bestimmten Bedingungen sogar eine Wiedereinführung des abgeschafften Feiertags «Store Bededag». Auch Zuchtschweinen und öffentlichen Schulen soll es besser ergehen als bisher.

Regierungschefin Mette Frederiksen kann sich über eine dritte Amtszeit nach 2019 und 2022 freuen. Am Mittwoch will sie ihr Kabinett präsentieren, zu dem voraussichtlich auch der bisherige Aussenminister Lars Løkke Rasmussen wieder gehören wird. Seine Partei Moderaterne hatte vor der Wahl eine Koalition mit Frederiksens Sozialdemokraten und den Rechtsliberalen gebildet./wbj/DP/jha

(AWP)