Es war bereits das zweite Treffen zwischen Trump und Mamdani im Weissen Haus, seitdem der 34-Jährige Anfang des Jahres ins Amt kam. Beide trennen erhebliche politische Differenzen. In zentralen Fragen wie Migration, Sozialpolitik oder Wirtschaft vertreten sie gegensätzliche Positionen. Doch schon Mamdanis erster Besuch im Weissen Haus verlief überraschend versöhnlich.

Trump hat den linken Demokraten mehrfach als «Kommunisten» bezeichnet und damit gedroht, Bundesmittel für die Stadt New York einzubehalten, auf die die Stadt angewiesen ist. Auch Mamdani ging den US-Präsidenten im Wahlkampf hart an.

Er machte die horrenden Lebenshaltungskosten zum zentralen Thema seiner Kampagne - ein Thema, das auch bei den kommenden Zwischenwahlen auf Bundesebene eine entscheidende Rolle spielen dürfte. Im November wird bei den sogenannten «Midterms» neu über das Repräsentantenhaus und etwa ein Drittel der Sitze im Senat entschieden. Umfragen zufolge sinken die Zustimmungswerte für Trumps Politik.

Mamdani sagte nun, er habe bei seinem Treffen mit dem Präsidenten die Festnahme einer Studentin an der New Yorker Universität Columbia kritisiert. Die Universität hatte am Donnerstag mitgeteilt, Bundesbeamte hätten vorgegeben, nach einer vermissten Person zu suchen, und sich so Zugang zu einem Wohnheim der Universität verschafft, um dann eine Studentin festzunehmen. Trump habe ihn nach dem Treffen angerufen und gesagt, die Studentin sei wieder frei, sagte Mamdani. Einige US-Medien werteten das als Zeichen dafür, dass der Demokrat Einfluss auf den Präsidenten nehmen könne./apo/DP/he

(AWP)