Nach Angaben der Schifffahrtsgesellschaft MSG können viele Schiffe derzeit nur noch mit rund einem Drittel ihrer üblichen Traglast fahren. Die geringeren Abladetiefen zwängen Reedereien dazu, ihre Schiffe deutlich leichter zu beladen, erklärte Vorstand Martin Staats.

Mehrkosten könnten Verbraucher treffen

Weil die Schiffe deutlich weniger Ladung transportieren können, steigen nach Angaben der Reederei die Transportkosten. Ein Teil davon werde über sogenannte Kleinwasserzuschläge ausgeglichen. Die Mehrkosten könnten am Ende auch Verbraucher treffen, wenn Unternehmen sie über höhere Preise weitergeben. Wie gross die wirtschaftlichen Folgen insgesamt sind, lasse sich derzeit nicht seriös abschätzen, sagte Staats.

Die Schifffahrt leidet seit Wochen unter den niedrigen Wasserständen auf dem Rhein. Wie viele Schiffe aktuell gar nicht oder nur eingeschränkt fahren können, könne das Ministerium allerdings nicht sagen, erklärte eine Sprecherin. Das hänge unter anderem von der Bauart der Schiffe und ihrer Ladung ab. Eine Meldepflicht gebe es nicht.

Hinweise auf Lieferengpässe oder konkrete Einschränkungen für Unternehmen liegen dem Land nach eigenen Angaben bislang ebenfalls nicht vor. Das Ministerium beobachte jedoch, ob die Einschränkungen weiter durch den Markt aufgefangen werden könnten oder sich Versorgungsengpässe abzeichneten.

Für die kommenden Tage erwarten die Behörden zunächst eine leichte Erholung der Pegelstände. Bis Ende der Woche sollen sie den Prognosen zufolge jedoch wieder sinken./bak/DP/zb

(AWP)