Um 9.20 Uhr notiert die Novartis-Aktie 0,5 Prozent tiefer bei 116,38 Franken, während der Gesamtmarkt (SMI) 0,1 Prozent im Plus steht. Die Titel hatten seit April 2025 allerdings stetig nach oben tendiert und gut 35 Prozent dazugewonnen.

Im Zentrum der Analystenkritik stehen die unter den Erwartungen ausgefallenen Umsätze im vierten Quartal und die Guidance für 2026. Diese signalisiert zwar weiterhin ein tief einstelliges Umsatzwachstum, impliziert aber beim operativen Ergebnis (Core-EBIT) einen leichten Rückgang. Dabei erwarten die Auguren einen zunehmenden Margendruck durch die beschleunigte Generika-Erosion bei wichtigen Produkten.

So zeigt sich etwa die ZKB zurückhaltend. Zwar habe der Core-EBIT trotz eines deutlich schwächeren Umsatzes im vierten Quartal den Konsens erreicht, doch liege die Guidance für 2026 leicht unter den Markterwartungen.

Auch UBS zeichnet ein durchwachsenes Bild: Die Umsätze hätten den Konsens um drei Prozent verfehlt, insbesondere wegen schwächerer Beiträge von Kisqali und Entresto. Cosentyx und Pluvicto hätten dagegen positiv überrascht. Bereinigt um einmalige Rabatteffekte falle das Bild etwas weniger negativ aus.

Vontobel betont den Druck durch Generika, der sowohl den Umsatz als auch die Profitabilität stärker belastet habe als in früheren Jahren. Zusätzlich wirke sich die Avidity-Akquisition negativ auf die Marge aus, da die übernommenen Projekte höhere F&E-Investitionen erforderten. Positiv verweist Vontobel auf einen erwarteten regen Newsflow im Laufe des Jahres 2026.

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(AWP)