Gegen 9.25 Uhr fallen die Novartis-Titel um deutliche 4,0 Prozent auf 109,50 Franken. Sie sind damit massgeblich mitverantwortlich für das Minus von 0,83 Prozent des Gesamtmarktes SMI. Marktbeobachter verweisen gleichzeitig auf die starke Performance der Novartis-Papiere in den letzten beiden Jahren.
Novartis hat die Schätzungen auf allen Ebenen zum Teil deutlich verfehlt - vom Umsatz bis runter zum Kern-Gewinn, stellen Analysten fest. Das ist Grund genug, Geld vom Tisch zu nehmen.
Hauptgrund sei eine stärker als erwartet ausgefallene Generika-Erosion bei drei wichtigen Produkten, stellen die Experten unisono fest. Dazu kamen höhere Forschungs- und Entwicklungskosten infolge von drei Akquisitionen, was den Gewinn drücke.
Besonders die stärkere Generika-Konkurrenz bei Entresto, Promacta und Tasigna in den USA erkläre einen wesentlichen Teil der Umsatzabweichung, stellt der für die Bank Vontobel tätige Stefan Schneider fest. Die wichtigsten anderen Produkte hätten aber grösstenteils besser als erwartet abgeschnitten, urteilt Richard Vosser von JPMorgan.
Die erste Jahreshälfte gelte somit weiterhin als Übergangsphase, ordnet die UBS das Gezeigte ein. Gleichzeitig habe aber das Management die Prognosen bestätigt: ein schwächeres erstes Halbjahr, gefolgt von einer Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte.
Der für die UBS tätige Matthew Weston richtet seinen Blick daher nun vor allem auf die wichtigen klinischen Daten der Phase III, die in der zweiten Jahreshälfte erwartet werden. Im Fokus stünden insbesondere die Präparate Remibrutinib (Multiple Sklerose), Deldesiran (Muskelerkrankungen) und Pelacarsen (Herz-Kreislauf).
ra/hr
(AWP)
