Wie die Dänen weiter mitteilten, bleibe der Ausblick für den um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn 2026 zwar bestehen, doch müsse im dritten Quartal nun eine nicht barmittelwirksame Wertberichtigung verbucht werden.

In der Zeus-Studie waren mehr als 6.300 Patienten mit atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung, Entzündungen und chronischer Nierenerkrankung beteiligt. Die beiden weiteren kardiovaskulären Studien zur Untersuchung von Ziltivekimab bei Patienten mit Herzinsuffizienz (Hermes) und bei Patienten nach einem akuten Herzinfarkt (Artemis) sollen indes fortgesetzt werden, hiess es weiter. Die Ergebnisse werden voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2027 vorliegen.

Laut Branchenexperte Richard Vosser von der Bank JPMorgan verliert Novo Nordisk mit dem Scheitern der Studie ein milliardenschweres Umsatzpotenzial. Die Aktien des vor allem mit seiner Abnehmspritze Wegovy in der breiten Öffentlichkeit bekannten Konzerns fielen am Freitag denn auch um 7,7 Prozent auf 305,40 dänische Kronen. Damit hält der im April gestartete Erholungstrend charttechnisch noch knapp.

Im April war der Aktienkurs auf ein Mehrjahrestief knapp über 224 Kronen gefallen. Mitte 2024 hatte der Kurs noch wegen des Erfolgs der Abnehmspritzen bei mehr als 1000 Kronen gelegen. Das hatte Novo Nordisk zum an der Börse teuersten Unternehmen Europas gemacht. Dann aber nahm die Konkurrenz und der Preisdruck nach und nach zu, der Kurs rutschte immer weiter ab.

Zuletzt hellte sich die Lage wieder etwas auf. Wie die Resultate des ersten Quartals 2026 Anfang Mai gezeigt hatten, traf die neue Abnehmpille des Pharmaherstellers in den USA auf eine riesige Schar Abnehmer. Konzernchef Maziar Mike Doustdar geht daher seither davon aus, dass die Rückgänge bei Umsatz und operativem Ergebnis in diesem Jahr etwas weniger stark ausfallen als bisher erwartet.

Neuigkeiten zur aktuellen Geschäftsentwicklung wird es in der kommenden Woche geben. Am 5. August legt Novo Nordisk die Resultate des zweiten Quartals vor./mis/jsl/he

(AWP)