«Wir haben bis heute erst sehr wenige Feedbacks von unseren Partnern, die von einzelnen Annullationen berichten», erklärte Sibylle Gerardi, Sprecherin von Luzern Tourismus, am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Ob diese aber mit der Situation im Nahen Osten zu tun hätten, sei nicht gesichert.

Im Online-Shop von Luzern Tourismus wurden seit Sonntag vereinzelt Buchungen, etwa geführte Touren oder Ausflüge, storniert. Grund sei, dass Gäste wegen fehlenden Flugverbindungen nicht wie geplant anreisen könnten, erklärte Gerardi.

Luzern Tourismus weist ferner darauf hin, dass Musliminnen und Muslime noch bis am 19. März den Fastenmonat Ramadan begehen. Gäste aus den Golfstaaten würden deswegen momentan sowieso eher weniger reisen oder sie würden eher kurzfristig buchen, erklärte Gerardi. Dasselbe gelte für Teile von Indonesien und Malaysia.

Für Südostasien ist nach Angaben von Luzern Tourismus der April und nicht der März ein wichtiger Reisemonat. Auch Gäste aus Indien oder Australien seien dann auf Flugverbindungen angewiesen, erklärte Gerardi.

Wie sich der Irankrieg mittelfristig auf den Fremdenverkehr in der Stadt Luzern auswirkt, sei schwierig abzuschätzen, erklärte Gerardi. Bei einer längeren Dauer sei mit mehr Annulationen oder Umbuchungen zu rechnen. Es nehme aber auch das Bedürfnis nach sicheren Feriendestinationen zu, und Schweizer Gäste würden möglicherweise eher im eigenen Land bleiben.

(AWP)