Trotz anhaltendem Margendruck konnte die Bank im Zinsengeschäft - der wichtigsten Ertragsquelle - zulegen, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Der Nettoerfolg stieg um 8,7 Prozent auf 53,7 Millionen Franken. Dank einer umsichtigen Risikopolitik habe man Wertberichtigungen auflösen können, heisst es dazu.

Erfreulich gewesen sei auch die Entwicklung im Anlagegeschäft. Der Ertrag im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg um knapp 8 Prozent auf 11,5 Millionen Franken - getragen von der guten Entwicklung der Märkte sowie dem starken Anlage- und Vermögensverwaltungsgeschäft. Das betreute Depotvolumen stieg um 14,8 Prozent.

Handelsgeschäft rückläufig

Das eher unbedeutende Handelsgeschäft war dagegen rückläufig. Tiefere Fremdwährungskurse hätten die Finanzanlagen belastet und den Handelserfolg um 12,1 Prozent auf 5,6 Millionen Franken gesenkt. Dank aktiver Bewirtschaftung der eigenen Finanzanlagen sei derweil der übrige ordentliche Erfolg um über 20 Prozent auf 4,01 Millionen Franken gestiegen.

Insgesamt belief sich der Bruttoerfolg damit auf 74,81 Millionen Franken, was einem Zuwachs von 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Aufwendungen stiegen mit gut 9 Prozent auf 40,0 Millionen etwas stärker, wobei vor allem die Digitalisierung und zusätzliches Personal die Treiber gewesen seien. Die Cost-Income-Ratio als Mass für die Effizienz verschlechterte sich damit um knapp einen Prozentpunkt auf noch immer gute 53,4 Prozent.

Im Hypothekargeschäft habe man die führende Stellung im Kanton bestätigen und das Volumen um knapp 190 Millionen Franken erhöhen können, heisst es weiter. Das gesamte Ausleihungsvolumen lag Ende Jahr bei 4,54 Milliarden Franken. Bei den für die Refinanzierung wichtigen Kundeneinlagen resultierte laut den Angaben ein Wachstum von über 130 Millionen Franken. Die effektiven Kundengelder beliefen sich per Ende Jahr auf 3,55 Milliarden Franken.

Vom höheren Gewinn profitieren auch die Eigentümer der Bank. So liefert die OKB an den Kanton Obwalden 9,24 Millionen Franken (+6,7 Prozent) in Form von Gewinnausschüttungen und Abgeltung der Staatsgarantie ab. Die rund 2400 Inhaberinnen und Inhaber von PS sollen derweil von einer höheren Dividende profitieren. Sie beträgt neu 32 Franken pro PS bei einem Jahresendkurs von 1250 Franken.

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(AWP)