In den Monaten Januar bis Juni hat die OKB etwas weniger verdient. Der Halbjahresgewinn ging um 11,8 Prozent auf 6,9 Millionen Franken zurück, wie die OKB am Donnerstag mitteilte. Der Rückgang liegt dabei vor allem in deutlich höheren Rückstellungen für allgemeine Bankrisiken begründet. Der Geschäftserfolg als Mass für die operative Leistung stieg hingegen um 50 Prozent auf 15,5 Millionen Franken.
Wende im Handelsgeschäft
Der Bruttoerfolg stieg im Berichtszeitraum um 17,2 Prozent auf 37,0 Millionen Franken. Insbesondere die positive Entwicklung im Handelsgeschäft hat zu diesem Plus beigetragen. Verbuchte die OKB im Vorjahreszeitraum hier noch einen Verlust von 0,7 Millionen Franken schlägt nun ein Gewinn von 3,7 Millionen Franken zu Buche.
Dabei profitierte die Bank insbesondere von der Normalisierung der Börsenverhältnisse, heisst es weiter. So registrierte die OKB deutliche Bewertungsgewinne aus den eigenen Wertschriften und steigende Erträge aus dem Divisen- und Notenhandel.
Beim Brutto-Erfolg aus dem Zinsgeschäft stand ein Plus von 6,4 Prozent auf 27,2 Millionen Franken. Hierbei habe die Verzinsung der Schweizerischen Nationalbank auf Guthaben einen wesentlichen Anteil vom Plus ausgemacht.
Netto kam der Erfolg aus dem Zinsgeschäft mit 26,2 Millionen Franken knapp eine Million unter dem Vorjahreswert zu liegen. Hauptgrund hierfür waren Wertberichtigungen in Höhe von einer Million Franken wegen möglicher Kreditausfälle. Im Vorjahr konnte die Bank diese noch um 1,6 Millionen Franken reduzieren.
Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft blieb in etwas auf dem Vorjahresniveau konstant. Der übrige ordentliche Erfolg stieg spürbar auf 2,4 Millionen von 0,5 Millionen.
Der Geschäftsaufwand legte vor allem wegen der allgemeinen Teuerung um 3 Prozent zu. Da die Erträge im Vergleich deutlich stärker stiegen, verbesserte sich das Kosten-Ertragsverhältnis auf 48,9 Prozent, nachdem es im Vorjahr noch bei 55,7 Prozent lag.
cg/rw