Verglichen mit 2023 geht die OECD insgesamt von einer Abschwächung des weltweiten Wirtschaftswachstums aus. Der Weltwirtschaft prognostiziert sie in diesem Jahr einen Zuwachs von 2,9 Prozent, etwas mehr als die Organisation im Herbst annahm. 2023 waren es 3,1 Prozent. Die Folgen angespannter Finanzbedingungen schlügen sich auf den Immobilien- und Kreditmärkten nieder, hiess es von der OECD. Der globale Handel bleibe gedämpft. Die Angriffe auf Schiffe im Roten Meer habe Frachtkosten stark steigen lassen und Versandzeiten in die Länge gezogen. Dies erhöhe den Preisdruck und störe Produktionszeitpläne. Insgesamt sieht die Organisation die starken geopolitischen Spannungen als wesentliches kurzzeitiges Risiko für Konjunktion und Inflation. Dies gelte insbesondere dann, wenn der Konflikt im Nahen Osten den Energiemarkt stören sollte.
Angesichts steigender Schulden und anstehender Ausgaben sieht die OECD den Finanzdruck auf Regierungen steigen. Zudem brauche es stärkere internationale Kooperation, um den globalen Handel wieder aufleben zu lassen, schneller und besser bei der Dekarbonisierung voranzukommen und Schuldenlasten in Staaten mit geringerem Einkommen zu mildern.
Die in Paris ansässige OECD vereint Länder, die sich zu Demokratie und Marktwirtschaft bekennen. Mittlerweile sind neben grossen Volkswirtschaften wie Deutschland, den USA und Japan auch Schwellenländer wie Mexiko und Chile Mitglied./rbo/DP/jkr
(AWP)