Der sich zuspitzende Konflikt stelle die Widerstandsfähigkeit der Weltwirtschaft auf die Probe, betonte die OECD. Die Blockade der Strasse von Hormus sowie die Beschädigung von Energieinfrastruktur hätten zu einem sprunghaften Anstieg der Energiepreise und einer Störung der Versorgung mit Energie und anderen wichtigen Rohstoffen geführt. Das Ausmass und die Dauer des Konflikts seien sehr ungewiss, doch ein längerer Zeitraum mit höheren Energiepreisen werde die Kosten für die Unternehmen sowie die Verbraucherpreise deutlich erhöhen, was negative Auswirkungen auf das Wachstum habe.

Weltweites Wachstum schwächt sich ab

Das weltweite Wachstum schwächt sich nach Vorhersage der OECD im laufenden Jahr auf 2,9 Prozent ab, bevor es 2027 wieder leicht auf 3,0 Prozent ansteigt. Die unvorhersehbare Entwicklung des Konflikts im Nahen Osten treibe die Kosten und dämpfe die Nachfrage, womit positive Impulse durch Investitionen in Zukunftstechnologien und die Dynamik aus dem Vorjahr verpufften.

In den USA dürfte sich das Wachstum nach Prognose der OECD von 2,0 Prozent in diesem Jahr auf 1,7 Prozent im nächsten Jahr abschwächen, da die starken Investitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz allmählich durch eine Verlangsamung des Einkommenswachstums und der Konsumausgaben ausgeglichen werden. Im Euroraum erwartet die OECD eine Abschwächung des Wachstums auf 0,8 Prozent in diesem Jahr, bevor es 2027 dank höherer Verteidigungsausgaben wieder auf 1,2 Prozent ansteigt. In China wird das Wachstum voraussichtlich 2026 auf 4,4 Prozent und 2027 auf 4,3 Prozent zurückgehen./evs/DP/men

(AWP)