Im vergangenen Jahr exportierten chinesische Hersteller demnach 131 Millionen Tonnen Stahl und damit mehr als im gleichen Jahr insgesamt in der Europäischen Union produziert wurden. Chinesische Hersteller erhielten deutlich höhere Subventionen als Produzenten in anderen Ländern, so der Bericht. Die OECD vermutet, dass die Überkapazitäten weltweit bis 2028 bei 745 Millionen Tonnen liegen werden. Das wären gut 300 Millionen Tonnen mehr, als derzeit überhaupt im OECD-Raum an Stahl produziert werde.

OECD-Chef Mathias Cormann forderte eine stärkere internationale Zusammenarbeit und gleiche Wettbewerbsbedingungen für Stahlhersteller. «Stahlüberkapazitäten werfen für alle Probleme auf. Sie verzerren globale Märkte, belasten die wirtschaftliche Sicherheit und Widerstandsfähigkeit und schaffen Negativanreize für Innovation und Nachhaltigkeit.»/rbo/DP/jha

(AWP)