Bis um 09.35 Uhr rücken Oerlikon um 10,7 Prozent auf 4,21 Franken vor. Das bis am Vortag kumulierte Jahresplus von gut 17 Prozent wird damit noch einmal deutlich ausgebaut. Mittlerweile liegen die Aktien wieder im Bereich des Zwischenhochs vom vergangenen März. Der Gesamtmarkt (SPI) steht am Berichtstag 0,21 Prozent höher.
In Marktkreisen wird unisono der überraschend starke Auftragseingang im vierten Quartal gelobt. Dieser liegt laut einer Einschätzung von RBC um rund 12 Prozent über den Erwartungen. Verglichen mit dem AWP-Konsens, der allerdings auf das Gesamtjahr ausgerichtet ist, liegen die Aufträge im Gesamtjahr um 2,6 Prozent über den Schätzungen.
Für RBC scheinen die Zahlen von Oerlikon insgesamt gut zu sein, die Bank sieht darüber hinaus auch ein gewisses Vertrauen von Oerlikon im Ausblick. Dank der Aufträge im vierten Quartal dürfte auch der Start ins Jahr 2026 gut gelingen.
Der Buchgewinn aus dem Verkauf von Barmag ist laut RBC ebenfalls höher ausgefallen als gedacht. Das Institut zeigt sich denn auch überrascht von der Höhe der Dividende. Dies könne als Zeichen der Zuversicht des Management hinsichtlich der Verschuldung gelesen werden.
RBC wie auch Octavian verweisen darauf, dass in etwa der gesamte Buchgewinn aus dem Barmag-Verkauf an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Octavian fragt sich in diesem Zusammenhang, ob dies sinnvoll sei, oder ob das Unternehmen nicht mehr Mittel in den Abbau des Verschuldungsgrads hätte investieren sollen.
cf/rw
(AWP)
