Gegen 09.40 Uhr gewinnen die Oerlikon-Aktien 1,4 Prozent auf 5,04 Franken. Im frühen Handel waren sie zunächst bis auf 4,60 Franken gefallen. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI gewinnt gleichzeitig nur rund 0,6 Prozent.
Operativ lieferte Oerlikon ein überzeugendes Halbjahresergebnis und übertraf die Erwartungen. Zudem hob das Unternehmen seine Jahresziele an. Dass die Aktie trotzdem nicht zum Höhenflug ansetzte, überrascht derweil nicht. Nach der starken Kursrally der vergangenen Monate sei der Zeitpunkt für Gewinnmitnahmen günstig, hiess es bei Baader.
Die Oerlikon-Aktien gehören mit einem Plus von rund 54 Prozent seit Jahresbeginn dennoch weiterhin zu den stärksten Werten am Schweizer Aktienmarkt. Damit haben sie den SPI, der im gleichen Zeitraum rund 12 Prozent gewann, klar hinter sich gelassen.
Zudem dürfte ein wesentlicher Teil der positiven Gewinnüberraschung auf die Neubewertung von Materialbeständen sowie auf vorgezogene Bestellungen im Zusammenhang mit den Exportbeschränkungen für Wolfram und Yttrium zurückzuführen sein, so Baader. Die angehobene Jahresprognose erscheine daher anspruchsvoll.
Insgesamt bewerten die Analysten die Zahlen aber positiv. Die ZKB spricht von einem Ergebnis und einer Prognoseerhöhung über den Erwartungen. Besonders die neue Margenvorgabe liege deutlich über dem bisherigen Konsens. Allerdings hänge das Erreichen der Ziele wesentlich von stabilen Preisen für die strategisch wichtigen Rohstoffe Wolfram und Yttrium ab.
to/ra
(AWP)
