Das Unternehmen will für ein Satellitenprojekt der Bundeswehr die Gesamtverantwortung von der Entwicklung und Integration über die Lieferung bis hin zum Betrieb, einschliesslich IT-Sicherheit und Cyber Operation Center übernehmen, hiess es. Das System soll Soldaten, Fahrzeuge, Plattformen und Drohnen vernetzen und Sprache, Daten und Echtzeitinformationen über alle Führungsebenen sicher übertragen.

Die neue Kooperation belege, dass Bremen sich immer weiter zur Schaltzentrale der See- und Weltraumverteidigung entwickele, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte zur Eintragung ins Bremer Handelsregister. Die Entscheidung stärke die Rolle der Stadt als Technologiestandort im Nordwesten. Sie schaffe neue und sichere viele hundert Arbeitsplätze an der Weser, sagte der SPD-Politiker.

Bund seit November mit Weltraumsicherheitsstrategie

Anfang des Jahres hatten das «Handelsblatt» und die «Financial Times» unter Berufung auf mit dem Vorgang betraute Personen geschrieben, dass OHB sich zusammen mit Rheinmetall um das bislang grösste Satellitenprojekt der Bundeswehr bewerben wolle. Der Auftragswert soll sich demzufolge auf bis zu zehn Milliarden Euro belaufen.

Im November hatte die Bundesregierung ihre erste Weltraumsicherheitsstrategie vorgestellt - mit dem Ziel, Deutschland «glaubwürdig abschreckungs- und verteidigungsfähig aufzustellen». Im Zentrum steht dabei der Schutz von Satelliten und Kommunikationstechnik. Bis 2030 will allein das Bundesministerium der Verteidigung 35 Milliarden Euro für Raumfahrt und Weltraumsicherheit aus seinem Etat zur Verfügung stellen./bch/DP/men

(AWP)