Trotz gravierender Schäden an Energieanlagen in der Golfregion zeigte er sich verhalten optimistisch: «Die Reparaturen werden mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Doch in diesem Zeitraum kann man Energiereserven umleiten, andere Länder können die Produktion hochfahren.»

Zur Warnung Saudi-Arabiens, der Ölpreis könne auf über 180 Dollar steigen, falls die Strasse von Hormus länger als bis April blockiert bleibt, sagte der Ökonom: «Es ist ein Szenario, mehr nicht.» Die Vorhersage von Energiepreisen zähle zu den schwierigsten Prognosen überhaupt. «Wir bewegen uns in einer Marktwirtschaft, und da gibt es Redundanzen. Unser System ist zum Glück resilient.»

Auch bei der Frage nach einem möglichen Inflationsschub blieb Wellershoff vorsichtig: «Die höheren Energiepreise werden die Preise in verschiedenen Lebensbereichen nach oben drücken. Aber es ist verfrüht, um in Prozentpunkten abschätzen zu können, wie stark dies die Inflation befeuern wird», sagte er. Es werde viel davon abhängen, ob es tatsächlich eine Weltrezession gebe.

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(AWP)