Wie bei Prognosen üblich gebe es einen Spielraum nach oben und unten. Dieses Mal sei eine positivere Entwicklung als vorhergesagt durchaus möglich. Das «Aufwärtsrisiko» sei signifikant, hiess es. In Deutschland hatte die Bundesbank wegen des Iran-Kriegs jüngst ein Mini-Wachstum von kalenderbereinigt 0,5 Prozent für 2026 prognostiziert.

Experte: EU-Vorgabe auch 2028 schwierig zu erreichen

Die Inflation werde in Österreich in diesem Jahr vor allem wegen der zumindest zwischenzeitlich hohen Energiepreise bei 3,2 Prozent liegen. Das Haushaltsdefizit bleibt der Prognose zufolge deutlich über der EU-Vorgabe von drei Prozent. Es werde 2026 bei etwa 4 Prozent und 2027 bei 3,7 Prozent liegen, so Felbermayr. Ob das Drei-Prozent-Ziel wie geplant 2028 erreicht werde, sei alles andere als sicher.

Der Chef des Instituts für Höhere Studien (IHS), Holger Bonin, lobte die in Deutschland geplante Rentenreform, die unpopuläre, aber wichtige Schritte enthalte. Wenn die Vorschläge umgesetzt würden, «hat Deutschland etwas geschafft, was sehr bemerkenswert ist», so Bonin. Vielleicht ermutige dieser Schritt auch die österreichische Politik zu überfälligen Reformen./mrd/DP/jha

(AWP)