Die globalen Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten, der nun schon sechs Tage andauert, stark beeinträchtigt. Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran am Wochenende hat sich der Ölpreis für die Sorte Brent um etwa 16 Prozent verteuert. Am Dienstag wurde bei 85,12 Dollar zeitweise der höchste Stand seit Juli 2024 erreicht.
Besonders besorgt sind die Rohstoffmärkte über die Lage an der Strasse von Hormus, durch die ein grosser Teil des globalen Ölhandels geht. Der Schiffsverkehr durch diese Wasserstrasse ist nahezu zum Erliegen gekommen. Die Rohöllieferungen aus dem Iran sowie von anderen Produzenten am Persischen Golf sind damit unterbrochen und Förderländer gezwungen, ihre Produktion zu drosseln.
Zuletzt haben iranischen Revolutionsgarden einen Angriff auf einen Öltanker im Norden des Persischen Golfs gemeldet. Die Revolutionsgarden erneuerten zudem ihre Drohung, im Kriegsfall die Strasse von Hormus zu kontrollieren. Schiffe der USA, Israels, europäischer Staaten und ihrer Verbündeten hätten keine Erlaubnis für eine Durchfahrt und würden angegriffen.
Sollte es zu weiteren Angriffen auf Öltanker oder auf die Infrastruktur der Ölindustrie oder zu längeren Störungen der Ölindustrie in der Region kommen, könnten die Preise wieder stark ansteigen, heisst es von Analysten des Handelshauses Phillip Nova aus Singapur./jkr/jsl/jha/
(AWP)
