Kurz zuvor hatte Trump in einem aktuellen Social-Media-Beitrag angesichts der schleppenden Verhandlungsfortschritte im Nahost-Krieg heftige Drohungen gegen den Iran ausgesprochen. «Der Iran bekommt es nicht auf die Reihe. Sie wissen nicht, wie man einen Anti-Atomwaffen-Deal abschliesst. Sie sollten sich lieber bald schlaumachen!», schrieb er auf seiner Platform Truth Social. Überschrieben ist die Darstellung mit den Worten: «NO MORE MR. NICE GUY»
Trump sagte zudem dem Nachrichtenportal Axios, dass er gegen eine Öffnung der Strasse von Hormus sei, solange es keine Einigung über das Nuklearprogrmm gebe. Der Iran hatte zuvor angeboten, die Strasse von Hormus zu öffnen und später über das Nuklearproblem zu sprechen.
Derzeit gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe. Aber die Verhandlungen zwischen den USA und Teheran über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts sind ins Stocken geraten. Die jüngsten Aussagen dämpfen die Hoffnung auf eine Verhandlungslösung und die Aussicht auf die Öffnung der Strasse von Hormus.
Der Iran blockiert den wichtigen Schifffahrtsweg durch die Strasse von Hormus und treibt damit den Ölpreis in die Höhe. Die USA reagierten ihrerseits mit einer Blockade iranischer Häfen.
Gestützt wurden die Ölpreise auch durch gefallene Rohöllagerbestände in den USA. Der Rückgang war in der vergangenen Woche deutlich stärker als erwartet. Zudem sind auch die Bestände an Benzin und Destillaten gesunken.
Am Dienstag hatten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ihren Austritt aus dem Ölkartell Opec zum 1. Mai verkündet. In dem aktuellen Umfeld spielte dies am Ölmarkt kaum eine Rolle. Noch ist unklar, ob weitere Staaten folgen werden. Es wird allerdings erwartet, dass die Emirate ihre Förderung auf mittlere Sicht ausweiten werden./jsl/he
(AWP)
