Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent hatte kurzzeitig mit 85,54 US-Dollar den höchsten Stand seit Juli 2024 erreicht. Zuletzt lag der Preis für diese Sorte bei 80,26 Dollar. Das sind noch 2,52 Dollar mehr als am Vortag und gut 7 Dollar mehr als zu Beginn des Iran-Kriegs. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg zuletzt noch um mehr als drei Prozent auf 73,45 Dollar.
Die USA wollen Versicherungsschutz und Marineeskorten bereitstellen, um die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus zu gewährleisten. Diese Massnahmen sollen eine mögliche Energiekrise wegen des Iran-Krieges verhindern.
Gleichwohl bleibt die Lage am Ölmarkt angespannt. So hat der Irak seine Ölexporte aus seiner halbautonomen Region Kurdistan zum Hafen von Ceyhan in der Türkei eingestellt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise. Etwa 200.000 Barrel Öl pro Tag wurden demnach gestrichen. Es handle sich um Vorsichtsmassnahmen, angesichts des sich verschärfenden Konfliktes, bei dem der Iran auch immer wieder Nachbarländer angreift.
Am Wochenende hatten Israel und die USA den Iran angegriffen und dabei unter anderem das Staatsoberhaupt und den Religionsführer des Landes Ajatollah Ali Chamenei getötet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen und schränkte ausserdem den Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus ein, eine wichtige Engstellen des weltweiten Öl- und Gashandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf./la/jha/
(AWP)
