Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Opec-Mitglied Venezuela bleibt zwar ein bestimmendes Thema am Ölmarkt. Zuletzt hatte die US-Regierung den Druck erhöht. Das Militär versenkte eine Reihe von angeblichen Drogenbooten, ausserdem wurden mit Sanktionen belegte Öltanker aus Venezuela beschlagnahmt. Allerdings sind im Handelsverlauf Sorgen vor einem zu hohen Angebot auf dem Ölmarkt wieder stärker in den Vordergrund gerückt, heisst es von Marktbeobachtern.

Am Markt blicken die Anleger auf ein Treffen der Opec+, das am Wochenende erwartet wird. Wichtige Mitglieder des Ölverbunds werden sich unter Führung Saudi-Arabiens online treffen. Marktbeobachter gehen davon aus, dass sie voraussichtlich ihre Entscheidung bekräftigen, die Fördermenge im ersten Quartal nicht zu verändern.

Vor diesem Hintergrund konnte auch die jüngste Entwicklung im Ukraine-Krieg die Ölpreise nur zeitweise stützen. Über den Jahreswechsel haben Russland und die Ukraine gegenseitig ihre Schwarzmeerhäfen angegriffen und einmal mehr Infrastruktur beschädigt. Im Gebiet Kaluga südwestlich von Moskau wurde nach Informationen russischer Telegramkanäle ein Tanklager getroffen. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Auch die Raffinerie von Ilski in Südrussland wurde Berichten zufolge zum wiederholten Mal attackiert./jkr/jsl/he

(AWP)