Mittlerweile notiert Rohöl der Sorte Brent nur noch knapp über dem Niveau, das vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar bei etwa 70 Dollar herrschte. Zuletzt hatten Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise belastet. Zudem passieren immer mehr Handelsschiffe die Strasse von Hormus und ermöglichen so den Transport von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf.
Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) hat mitgeteilt, dass sie Sicherheitsgarantien erhalten habe, die es Hunderten von Schiffen ermöglichen, den Persischen Golf zu verlassen. Die Strasse von Hormus ist eine für die Weltwirtschaft bedeutende Route für die Lieferung von Rohöl. Die Blockade der Meerenge infolge des Iran-Kriegs hatte den Ölpreis im März zeitweise über 120 Dollar je Barrel getrieben.
Allerdings sitzen nach wie vor zahlreiche Schiffe im Persischen Golf fest. Nach einer Analyse der Allianz sollen es etwa 1.150 Schiffe sein. Der grösste deutsche Versicherer schätzt den Wert der blockierten Schiffe und ihrer Ladung auf etwa 125 Milliarden Dollar. Eine Auflösung dieses Staus würde demnach auch bei einer Normalisierung der Verhältnisse mehrere Wochen dauern./jkr/jsl/jha/
(AWP)
