Trump verzichtet nach eigenen Angaben vorerst auf einen angeblich für heute geplanten Angriff auf den Iran. Mehrere Golfstaaten hätten ihn darum gebeten, es liefen «ernsthafte Verhandlungen» mit Teheran, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Allerdings haben mehrere Vertreter der von Trump aufgeführten Golfstaaten dem «Wall Street Journal» zufolge erklärt, ihnen sei der vom US-Präsidenten erwähnte angebliche Plan für einen Angriff auf den Iran nicht bekannt.
Für die weitere Entwicklung der Ölpreise dürfte entscheidend sein, ob und wie die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die nächste Phase erreichen. Nach Einschätzung von Analysten der Dekabank überwiegt am Markt derzeit noch die Hoffnung, dass Trump zu ausreichenden Zugeständnissen bereit ist, um den Iran an den Verhandlungstisch zurückzubringen.
Sollten aber Fortschritte bei den Verhandlungen ausbleiben, «werden Schlagzeilen über fallende Ölbestände zunehmen», warnten die Experten der Dekabank. Zuletzt hatte die Internationale Energieagentur in ihrem jüngsten Monatsbericht auf einen deutlichen Rückgang der Ölreserven in grossen Industrienationen wegen der Folgen des Iran-Kriegs und der Behinderung von Öltransporten durch die Strasse von Hormus hingewiesen./jkr/stk
(AWP)
