Der Preis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai fiel am Mittwochmorgen noch etwas stärker. Beide Ölsorten kosten trotz des Rückgangs aber immer noch rund ein Drittel mehr als vor Beginn der Angriffe Israels und der USA auf den Iran und dessen Gegenschlägen auf Staaten in der Region Ende Februar.
Der Iran und die USA haben sich kurz vor Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump auf eine zweiwöchige Waffenruhe und die Öffnung der Strasse von Hormus geeinigt.
Irans Aussenminister kündigte zugleich eine Öffnung der Strasse von Hormus an. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen solle der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden, schrieb Abbas Araghtschi in einer Erklärung. Trump hatte die Öffnung der Strasse kurz zuvor zur Bedingung für eine Feuerpause gemacht.
Er hatte gedroht, andernfalls den iranischen Energiesektor sowie Infrastruktur wie Brücken anzugreifen und der Führung in Teheran eine Frist bis 2.00 Uhr deutscher Zeit in der Nacht zum Mittwoch gesetzt. Laut Trump haben die USA inzwischen einen Zehn-Punkte-Vorschlag aus dem Iran erhalten. Er glaube, dass dieser eine «praktikable Grundlage für Verhandlungen bietet.»
Auch Israel will sich an die zwischen Washington und Teheran vereinbarte Waffenruhe halten, wie ein hochrangiger US-Regierungsvertreter mitteilte. Die USA und Israel hatten den Krieg gegen den Iran am 28. Februar begonnen. Auch nach der Einigung geriet Israel in der Nacht weiter unter Raketenbeschuss. Aus den Städten Petach Tikva und Bnei Brak gebe es Berichte über Einschläge, meldete die israelische Nachrichtenseite «ynet»./stw/zb/jsl/jha/
(AWP)
