An den Finanzmärkten steht ein Auftritt des amerikanischen Präsidenten im Schweizerischen Davos besonders im Fokus. Neben einer Rede von Trump dürfte es auch Gespräche mit europäischen Staatschefs geben, von denen sich Anleger Fortschritte bei der Beilegung des Grönlandstreits erhoffen. Der US-Präsident hatte zuvor mit neuen Zöllen gegen acht europäische Länder gedroht, darunter auch Deutschland. Daraufhin hat die Europäische Union die Bereitschaft zu Gegenmassnahmen deutlich gemacht.

Nachdem die Ölpreise im frühen Handel noch stärker unter Verkaufsdruck gestanden hatten, haben sie am Vormittag einen Teil der Verluste nach einer neuen Nachfrageprognose der Internationalen Energieagentur (IEA) wieder wettgemacht. Der Interessenverband westlicher Industriestaaten hat wegen einer besseren Entwicklung der Weltwirtschaft die Prognose für das Wachstum der Nachfrage nach Rohöl erhöht.

Wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht hervorgeht, rechnen Experten der IEA in diesem Jahr mit einem Anstieg der Nachfrage um 930.000 Barrel pro Tag. Dies sind 70.000 Barrel pro Tag mehr als in der vorangegangenen Prognose. Die IEA machte aber auch deutlich, dass es in diesem Jahr ein Überangebot auf dem Ölmarkt gebe./jkr/jsl/stk

(AWP)