Der Ölmarkt schaut den Besuch von US-Präsident Donald Trump bei Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping. Bei dem Treffen dürfte auch der Iran-Krieg eine Rolle spielen, nachdem mit der Strasse von Hormus eine auch für China wichtige Handelsroute aus dem Persischen Golf seit Kriegsbeginn Ende Februar faktisch geschlossen ist.
Aus Sicht des Irans liegt die Blockade der Strasse von Hormus vor allem an den USA. «Das Hindernis sind nicht wir, sondern die USA mit ihrer Blockade», sagte der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi am Rande des Treffens der Brics-Aussenminister in Neu-Delhi dem Staatssender Press TV. «Was uns betrifft, so ist die Strasse von Hormus für alle Handelsschiffe offen», sagte Araghtschi weiter, nur müsse eine Durchfahrt im Vorfeld mit den iranischen Seestreitkräften koordiniert werden.
Teheran betont stets, die Strasse von Hormus sei nicht blockiert. Faktisch müssen sich Reedereien jedoch mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen anschliessend nur einen Korridor nahe der iranischen Küste passieren. Dafür verlangt die iranische Führung hohe Gebühren. Völkerrechtlern zufolge verstossen solche Gebühren gegen das Recht auf Transitpassage. Die USA verhängten Mitte April ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran, um das Land unter anderem von Öleinnahmen abzuschneiden./jsl/nas
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(AWP)
