Am Donnerstag hatte sich am Ölmarkt noch eine deutliche Gegenbewegung auf den kräftigen Preisrückgang in der ersten Wochenhälfte gezeigt, wobei der Preis für Rohöl der Sorte Brent deutlich über die Marke von 80 Dollar je Barrel gestiegen war. Am Markt überwog wieder die Skepsis der Investoren, nachdem die Spekulation auf eine Einigung im Iran-Krieg mit einer Öffnung der Strasse von Hormus für Öltransporte zuvor einen Preisrutsch ausgelöst hatte.
«Der Optimismus am Ölmarkt auf eine Öffnung der Strasse von Hormus könnte sich als verfrüht erweisen», kommentierte Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht die Marktstimmung. Zuletzt hat der eskalierende Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz im Jemen eine Friedenslösung im Iran-Krieg erschwert.
Berichten zufolge rechnet Saudi-Arabien mit Angriffen durch die Huthi-Rebellen unter Anleitung von Irans Revolutionsgarden. Dagegen geht US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben weiter davon aus, dass der Iran-Krieg «ziemlich bald» enden und eine Einigung zur Öffnung der Strasse von Hormus bevorstehen könnte.
«Wir nehmen inzwischen an, dass es in absehbarer Zeit nicht zu einer stabilen Friedenslösung kommen wird, weshalb in der Strasse von Hormus immer wieder mit Einschränkungen gerechnet werden muss», heisst es in einer Analyse von Rohstoffexperten der Dekabank. Vor diesem Hintergrund sei weiter mit deutlichen Preisschwankungen zu rechnen./jkr/jsl/he
(AWP)
