Zur Wochenmitte war der Preis um fast acht Prozent hochgesprungen, nachdem der Krieg zwischen den USA und dem Iran wieder stärker hochgekocht war. Grund zwar ein Angriff von Teheran auf einen US-Militärstützpunkt in Jordanien, auf den neue Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump gegen den Iran folgten. Auch der Gaspreis war daraufhin nach oben geschnellt.

Die USA führten unterdessen neue Angriffe gegen Ziele im Iran durch. Laut Angaben des US-Regionalkommando Centcom sind unter anderem militärische Kommandozentralen, Raketen- und Drohnenanlagen sowie Küstenüberwachungs- und Verteidigungsanlagen bombardiert worden.

Vor der jüngsten Eskalation war der Preis für Rohöl der Sorte Brent drei Handelstage in Folge gefallen, nachdem er in der vergangenen Woche zeitweise auf über 100 Dollar je Barrel gestiegen war. Die USA und der Iran hatten ihre gegenseitigen Angriffe zeitweise gestoppt und damit den Rückgang ausgelöst.

«Die Märkte haben sich hinsichtlich der Hoffnungen auf einen Frieden voreilig gefreut, insbesondere angesichts der Forderung des Iran, im Rahmen eines möglichen Abkommens die Kontrolle über die Strasse von Hormus zu halten», sagte Bart Melek, globaler Leiter der Rohstoffstrategie bei TD Securities. «Wir beobachten weiterhin rückläufige Liefermengen und eine weltweite Verknappung auf dem Energiemarkt.»/mis/jha/

(AWP)