Nach den massiven Luftangriffen des US-Militärs wächst im Iran die Sorge vor einer Rückkehr zum offenen Krieg. Die Vereinigten Staaten bombardierten nach eigenen Angaben rund 90 militärische Ziele. Es war die zweite Nacht in Folge, in der es Angriffe gab. Der Iran reagierte mit eigenen Angriffen. Dabei gerieten auch Kuwait, Bahrain und Jordanien, die wichtige US-Militärbasen beherbergen, wieder unter Beschuss.
Die erneute Eskalation im Nahost-Konflikt hat den globalen Energiemarkt in dieser Woche aufgeschreckt. Im Zentrum der Spannungen steht die Strasse von Hormus, die die Öl- und Gas-Produzenten am Persischen Golf mit den Weltmärkten verbindet. Die USA hatten Angriffe gestartet, nachdem mehrere Handelsschiffe attackiert worden waren. Sollten die Meeresstrasse erneut vollständig geschlossen werden, könnte der Ölpreis um weitere zehn US-Dollar steigen, schätzte Analyst Scott Shelton vom Brokerhaus TP ICAP.
Die Strasse von Hormus sei nie wirklich normalisiert geöffnet worden, sagte Henry Hoffman, Co-Portfolio-Manager des Catalyst Energy Infrastructure Fund der Nachrichtenagentur Bloomberg. Nun drohten weitere Produktionskürzungen, und eine grössere Eskalation könne deutlich stärkere Schäden an der regionalen Energieinfrastruktur verursachen, deren Folgen weit über einen ersten Preissprung hinausreichten./jsl/he
(AWP)
