Marktbeobachter verwiesen auf die jüngste Entwicklung der Ölreserven in den USA. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der Vorwoche einen Anstieg der amerikanischen Lagerbestände an Rohöl um rund neun Millionen Barrel verzeichnet hatte. Steigende Ölreserven in den USA belasten in der Regel die Ölpreise.

Am Nachmittag werden die offiziellen Daten der US-Regierung zu den Lagerdaten erwartet, die für neue Impulse sorgen könnten. Zuletzt waren die Vorräte gestiegen. Hinzu kamen Konjunktursorgen in den USA, China und Europa. Dagegen halten es Fachleute für möglich, dass der grosse Förderverbund Opec+ bei einem Treffen am kommenden Wochenende beschliesst, die bestehende Förderkürzung bis ins kommende Jahr zu verlängern.

Die Vereinbarung einer Feuerpause zwischen Israel und der Hamas, die durch einen Austausch von Geiseln und Gefangenen ergänzt wird, sorgte am Erdölmarkt zunächst nicht für grössere Impulse. Nach einem deutlichen Preisanstieg zu Beginn des Konflikts waren die Risikoaufschläge wieder gesunken, da sich der Krieg bisher nicht auf andere Länder der ölreichen Region ausgeweitet hat./jkr/jsl/jha

(AWP)