Angetrieben wurden die Rohölpreise zum einen von der Aussicht auf ein anhaltend knappes Angebot. Am Wochenende hatten die beiden grossen Fördernationen Saudi-Arabien und Russland bekräftigt, ihre Produktionsbegrenzungen zumindest bis Jahresende fortführen zu wollen. Zum anderen sorgte der zuletzt schwächere Dollar für Preisauftrieb. Denn so wird der Ölkauf wechselkursbedingt für viele Interessenten günstiger und belebt damit die Nachfrage.
In den vergangenen Wochen sind die Rohölpreise dagegen tendenziell gefallen. Von den Preisaufschlägen nach Beginn des Kriegs zwischen Israel und der Hamas ist kaum etwas übrig geblieben. Fachleute begründen die Entwicklung damit, dass sich der Konflikt bisher nicht auf andere Länder ausgeweitet hat.
Belastet werden die Erdölpreise zudem durch die schwächelnde Weltwirtschaft. In den weltweit grössten Volkswirtschaften USA und China waren Konjunkturdaten zuletzt überwiegend enttäuschend ausgefallen. Für die konjunkturelle Entwicklung in der wirtschaftlich ebenfalls bedeutsamen Eurozone sind die meisten Experten wenig zuversichtlich./jsl/he
(AWP)