Damit bleibt die Notierungen für Öl der Sorte Brent knapp über dem tiefsten Stand seit April, der am Dienstag erreicht worden war. Anders als in den vergangenen Handelswochen konnte eine Gefährdung der Waffenruhe im Iran-Krieg durch gegenseitige Angriffe der USA und des Iran die Ölpreise bisher nicht nach oben treiben.

Beide Länder hatten sich zuletzt trotz einer Waffenruhe und laufenden Verhandlungen über ein Kriegsende erneut gegenseitig angegriffen. Als Reaktion auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers bombardierte das US-Militär Luftabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen im Bereich der Strasse von Hormus. Diese ist infolge des Iran-Kriegs praktisch gesperrt, was den Transport von Öl aus den Fördergebieten am Persischen Golf seit Monaten behindert.

Die Angriffe hätten einmal mehr gezeigt, dass ein Abkommen für ein Ende des Iran-Kriegs nach wie vor «in weiter Ferne liegt», sagte Analyst Saul Kavonic vom australischen Finanzdienstleister MST Marquee. Allerdings habe sich der Ölmarkt zuletzt etwas zuversichtlicher gezeigt, weil die militärischen Angriffe verhältnismässig ausgefallen seien. Dies mache deutlich, dass weiterhin der Wunsch besteht, eine Einigung zu erzielen./jkr/jha/

(AWP)