Im Blick der Märkte stehen weiterhin die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA. Der Iran dämpfte nach der zweiten Verhandlungsrunde mit den USA die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch. Aussenminister Abbas Araghtschi sagte dem Staatsfernsehen: «Der Weg zu einer Einigung hat begonnen, wir sind bereit.» Er fügte hinzu: «Das bedeutet aber nicht, dass wir eine Einigung erzielt haben.»
Die Gespräche finden vor dem Hintergrund einer militärischen Drohkulisse der Vereinigten Staaten statt. Im Januar liess Irans Staatsapparat Massenproteste im eigenen Land brutal niederschlagen. Trump drohte der iranischen Führung daraufhin mit militärischem Eingreifen und liess die Militärpräsenz rund um den Iran verstärken. Der Iran ist ein wichtiges Ölförderland.
Zudem verhandeln hochrangige Vertreter Russlands und der Ukraine in Genf den zweiten Tag über ein Ende des seit fast vier Jahren dauernden Krieges. Sollte es bei beiden Konflikten Fortschritte geben, dürfte dies die Ölpreise belasten. Vor allem der Iran-Konflikt hat die Preise seit Jahresbeginn nach oben getrieben. Das erwartete Überangebot an Rohöl in diesem Jahr ist zunächst in den Hintergrund getreten./jsl/la/jha/
(AWP)
