Der US-Angriff auf Venezuela vom Wochenende und die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch die Vereinigten Staaten zeigten am Ölmarkt nur wenig Wirkung. Venezuela verfügt zwar über die grössten Ölvorkommen der Welt, kann diese aber derzeit wegen einer maroden Infrastruktur kaum fördern.
Auch wegen jahrelanger Sanktionen hat das Land wenig Abnehmer und steuert derzeit weniger als ein Prozent zur weltweiten täglichen Ölproduktion bei. US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, die Förderung in Venezuela mithilfe von grossen US-Ölkonzerne wiederzubeleben.
Zuletzt hat der Ölverbund Opec+, in dem neben Mitgliedern des Kartells auch andere Förderstaaten wie Russland organisiert sind, die Produktionsmenge nicht verändert. Am Sonntag hatte Delegierte beschlossen, die Ölproduktion stabil zu halten. Sie gaben an, dass Venezuela während der zehnminütigen Videokonferenz am Sonntag nicht weiter thematisiert wurde. Es sei verfrüht, die weitere Entwicklung abzuschätzen, hiess es./jkr/mis
(AWP)