Wichtigster Faktor für die Entwicklung am Ölmarkt bleibt die Lage im Iran. US-Aussenminister Marco Rubio hatte dem Land am Donnerstag mit einem militärischen Präventivschlag für den Fall gedroht, dass die Führung in Teheran Angriffe auf US-Einrichtungen plant. Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat angesichts der Spannungen mit den Vereinigten Staaten erklärt, sein Land sei sowohl für Verhandlungen als auch für einen Krieg bereit.

Am Ölmarkt wird ein Übergreifen der geopolitischen Risiken auf die ölreiche Region am Persischen Golf befürchtet. Ein US-Angriff auf den Iran könnte zu Störungen des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus führen und damit die Rohöllieferungen aus dem Nahen Osten gefährden. Tanker mit Öl und Flüssigerdgas passieren diese Meerenge, um ihre Waren in die ganze Welt zu liefern.

Die Ölpreise bleiben nach Einschätzung von Commerzbank-Experten Carsten Fritsch durch Angebotsausfälle unterstützt. «Die Wiederaufnahme der Ölproduktion im grössten Ölfeld von Kasachstan erfolgt offenbar langsamer als vermutet.» Zudem sei das Ausmass der Produktionsunterbrechungen in den USA infolge des Wintersturms weiterhin unklar./jsl/he

(AWP)