Am Ölmarkt steht nach wie vor die Förderpolitik der Opec+ im Vordergrund. Die rund zwanzig Staaten beratschlagen an diesem Donnerstag über ihre Produktionsziele. Die Zusammenkunft war eigentlich für vergangenes Wochenende geplant, wurde wegen Unstimmigkeiten über die Förderung aber verschoben. Medienberichten zufolge ist vor allem die Produktion afrikanischer Staaten strittig.

Der Disput erhöht den Druck auf den Förderverbund. Seit Ende September sind die Erdölpreise um mehr als 15 Prozent gefallen. Gründe sind Konjunkturängste und ein steigendes Angebot aus Nicht-Opec-Ländern wie den USA oder Brasilien. Schon jetzt begrenzt die Opec+ ihre Förderung, allen voran der Ölgigant Saudi-Arabien. Fraglich ist, ob Saudi-Arabien weiterhin den Grossteil der Förderkürzungen stemmt oder auf Unterstützung der anderen Förderländer pocht./bgf/mis

(AWP)