Höher standen die Notierungen am Ölmarkt zuletzt Ende September des vergangenen Jahres. Der Preis für Brent-Öl aus der Nordsee legte bereits den dritten Tag in Folge zu und hat sich in dieser Zeit um mehr als vier Dollar je Barrel verteuert.
Als wichtiger Preistreiber gelten die Drohungen der USA gegen das Opec-Mitglied Iran. Die beiden Staaten sind erneut auf Konfrontationskurs. Nachdem sich die US-Drohungen zunächst gegen das harte Vorgehen der Führung in Teheran bei der Niederschlagung der Massenproteste gerichtet haben, rückte zuletzt das iranische Atomprogramm wieder stärker in den Mittelpunkt.
Am Ölmarkt wird ein Übergreifen der geopolitischen Risiken auf die ölreiche Region am Persischen Golf befürchtet. Ein US-Angriff auf den Iran könnte zu Störungen des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus führen und damit die Rohöllieferungen aus dem Nahen Osten gefährden. Tanker mit Öl und Flüssigerdgas passieren diese Meerenge, um ihre Waren in die ganze Welt zu liefern./jkr/mis
(AWP)

