Zuletzt haben Angriffe des Irans die Ölwirtschaft in der Region am Persischen Golf weiter beeinträchtigt. In den Vereinigten Arabischen Emirate wurde die Förderung im Shah-Ölfeld eingestellt. Auch ein irakisches Ölfeld sowie ein wichtiger Hafen der Emirate wurden von iranischen Drohnen und Raketen angegriffen.
Die Lage auf dem Ölmarkt bleibt wegen der Furcht vor Lieferengpässen angespannt, nachdem der Krieg im Nahen Osten in seine dritte Woche geht. Die starken Einschränkungen des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus am Persischen Golf beginnen sich vor allem auf Verbraucher in Asien auszuwirken, die auf die Öllieferungen aus der Golfregion besonders angewiesen sind.
Dennoch zeigt sich am Ölmarkt nach Einschätzung des Analysten Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners weiter die Hoffnung auf ein schnelles Ende des Iran-Kriegs. Er verweist darauf, dass die Preise für kurzfristig lieferbares Öl deutlich höher sind als Preise mit längeren Lieferzeiten. Während die Preise mit Lieferung im Mai bei 100 Dollar und darüber liegen, kostet Rohöl auf dem Weltmarkt mit Lieferungen im September weniger als 90 Dollar.
Zuletzt hat auch die Internationale Energieagentur (IEA) nach dem Start der Freigabe strategischer Ölreserven auf eine schnelle Beruhigung der Märkte gesetzt. «Angesichts dieser beispiellosen Massnahme hoffe ich sehr, dass sich die Lage rasch klärt, damit sich die Märkte wieder erholen können», sagte IEA-Chef Fatih Birol. «Dieses rasche Eingreifen der IEA wirkte beruhigend auf die Märkte.»/jkr/stk
(AWP)
