Am Montag war der Preis für Öl der Sorte Brent in der Spitze um etwa acht Dollar je Barrel gefallen und hatte bei knapp 96 Dollar den tiefsten Stand seit Mitte April erreicht. US-Präsident Donald Trump hatte ein mögliches Rahmenabkommen mit Teheran als «weitgehend» ausgehandelt bezeichnet und damit Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten geschürt.
Zuletzt war es aber erneut zu US-Angriffen gegen den Iran gekommen - in begrenztem Ausmass. Das US-Militär hat trotz der Waffenruhe im Süden des Irans Raketenstellungen angegriffen sowie im Bereich der Strasse von Hormus Boote attackiert, die Minen in der Meerenge verlegen wollten. Die «Angriffe zur Selbstverteidigung» dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch das iranische Militär, sagte ein Sprecher des US-Militärs.
Unterdessen hat US-Aussenminister Marco Rubio am Dienstag Reportern in Indien gesagt, dass die Verhandlungen noch «einige Tage in Anspruch nehmen» könnten. Derzeit würden beide Seiten über den Wortlaut eines ersten Dokuments beraten.
Der Iran-Krieg hatte Ende Februar begonnen. Im März waren die Ölpreise stark gestiegen und für Rohöl der Sorte Brent wurde zeitweise mehr als 120 Dollar je Barrel gezahlt. Zuletzt hatten auch Meldungen über rasch schwindende Ölreserven in grossen Industriestaaten die Ölpreise gestützt./jkr/zb
(AWP)
